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Im Test: Lifesum Health App

Lifesum
Lesezeit: 3 Minuten

Wie bereits im letzten Beitrag https://bastiansmotivationswerkstatt.de/whats-next/ angekündigt widme ich mich dieses Mal einer der zur Wahl gestellten Apps. Entschieden habe ich mich dabei nach langem Überlegen und auch vielen Tests für die App Lifesum. Der ein oder andere wird die App bestimmt kennen, gibt es doch schon über 340.000 Rezensionen zu ihr (laut Angabe auf der offiziellen Webseite). Für mich war sie allerdings neu, daher schildere ich euch in diesem Test meine ungefilterten Ersteindrücke und die ersten Erfahrungen.

Was kann die Lifesum App?

Ich zitiere hier einfach mal die kurze Beschreibung, die auf der offiziellen Webseite hinterlegt ist:

Die Self-Care-App, mit der du deine Gesundheitsziele und dein Wunschgewicht durch bewusstere Ernährung erreichst.

https://lifesum.com/de/

Wie wird das nun versucht umzusetzen? Primär geht es für die Nutzung der App darum die eigenen Ziele und Wünsche festzulegen. Will ich z.B. Gewicht verlieren, fitter werden? Oder einfach nur meine aktuelle Form halten und mich gesünder ernähren? Auf Basis dieser Angabe zum gewünschten Ziel und auch der gewünschten Ernährungsweise wird der eigene Fortschritt getrackt. Hier ein kurzes Erklärvideo von der Lifesum-Webseite:

Quelle: https://lifesum.com/de/

Wie ihr seht, gibt es ein Tagebuch, in dem die aktuellen Werte und noch zu erreichenden Ziele für den Tag eingetragen sind. Unter anderem wird eine zu erreichende Kalorienanzahl runter gezählt anhand der eingegebenen Mahlzeiten. Dazu gibt es auch einen Wasserzähler (wie viel habe ich heute getrunken) und einen Trainingstracker. Den kann man beim iPhone auch mit der Apple Health App koppeln und spart sich so hier eine manuelle Erfassung.
Zum Schluss gibt es noch das eigene Profil mit den Eckdaten zu dir und der Fortschrittsanzeige. Weiterführend gibt es dann auch noch Ernährungspläne und Rezepte. Das meiste ist hier der Premium-Version der App vorbehalten, die man in verschiedenen Abonnement-Formen freischalten kann.

Der Life Score

Kommen wir zu einer interessanten Funktion der App, dem sogenannte Life Score. Anhand von knapp 40 Fragen zum eigenen Ess- und Sportverhalten ermittelst du, wie dein aktuelles körperliches Befinden sein sollte. Basis dafür sind die von dir am Anfang festgelegten Ziele und die gewünschte Ernährung. Das Beantworten der Fragen kann zwischendurch etwas langatmig werden. Aber das Ergebnis gibt einen guten Eindruck von deiner aktuellen Form wieder. Natürlich solltest du hier ehrlich antworten, denn ein “geschöntes” Ergebnis hilft dir nicht weiter. Aber so ist das ja mit allem, was mit Gesundheit, Sport und Ernährung zu tun hat. Entweder bin ich ehrlich zu mir und gestehe ein, dass sich was ändern muss, oder ich akzeptiere es so, wie es ist und bin damit zufrieden. Immer zu jammern und dann doch nichts zu ändern ist hingegen überhaupt gar keine Lösung.

Das Tagebuch von Lifesum

Abschließend zu den Funktionen will ich noch auf das Herzstück eingehen. Gespeist durch die oben beschriebenen Ersteingaben ergaben sich die Zielwerte fürs Tagebuch. Oben die Kalorien, aufgeteilt auf Kohlenhydrate, Protein und Fett.

Lifesum
Lifesum

Darunter die einzelnen Mahlzeiten Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Snacks, die manuell hinzugefügt werden müssen. Entweder gibt man hier das Essen als Text ein oder aber scannt alternativ den Barcode auf den Verpackungen des Essens. Diese Funktion finde ich persönlich sehr praktisch. Es werden die in der App hinterlegten Werte für die Nahrung übernommen werden, ohne dass ich selbst noch etwas tun muss. Im unteren Bereich des Tagebuchs findest du noch die Anzeige für getrunkenes Wasser, die Trainingsanzeige und deinen aktuellen Life Score.

Datenschutz etc.

Selbstverständlich gibt man viele persönliche Informationen über sich selbst preis, wenn man die App Lifesum wahrheitsgemäß benutzt. Auch durch die möglichen Verknüpfungen mit anderen Diensten (Apple Health) werden die eigenen Daten weiterverteilt. Da hier jeder selbst entscheidet und Dinge aktiviert, sollte das natürlich jedem bewusst sein.
Lifesum selbst erbittet für die Nutzung der App lediglich Zugriff auf die Kamera, Siri & Suchen, Mitteilungen und hat eine automatische Hintergrundaktualisierung. Mehr Infos sind nicht notwendig und das reicht insofern auch vollkommen aus. Ein Zugriff beispielsweise auf die Fotos an sich findet nicht statt.


Die Firma Lifesum selbst sitzt in Schweden und unterliegt damit den europäischen Richtlinien und Gesetzten. Nichtsdestotrotz behält sie sich vor auch Daten an Firmen in den USA (Apple und Facebook sind hier exemplarisch zu nennen, da sie in der App erwähnt werden) zu übermitteln. Entsprechend musst du damit rechnen, dass deine persönlichen Daten vielleicht auch an einem Ort landen, den du primär nicht auf dem Zettel hattest. Auch hier gilt, dass die Infos vor Nutzung der App einsehbar sind. Es wird also nicht verschwiegen.

Fazit

Mir selbst gefällt die App sehr gut. Vor allem das schlichte Design und der Fokus auf die wichtigen Dinge gefällt. Das Tagebuch ist intuitiv nutzbar und selbsterklärend. Das Profil ist übersichtlich und bietet Zugriff auf jede Menge Einstellungen. Einige Features habe ich hier nicht näher erläutert, da sie oft erst im Premium-Modell freigeschaltet werden.
Dennoch sind auch die ersten Eindrücke davon sehr ansprechend. Bei den Rezepten und Plänen kann man schonmal reinschauen, tiefergehende Infos gibt es aber erst nach Bezahlung. Teilweise wirst du auch an Partner weitergeleitet, z.B. für das Bestellen von Tests zur Bestimmung des Muskeltyps.


Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die App in der kostenlosen Version schon sehr viel kann. Alles für mich wichtige ist vorhanden und lässt sich einfach bedienen. Wer es noch umfangreicher und detaillierte möchte, für den eignet sich die Premium-Version. Die Kosten hier halten sich in Grenzen. Nicht ganz fünf Euro im Monat bei einem Jahresabo ist sehr fair.

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