Ein Bullet Journal zu führen kam mir das erste Mal Ende 2017 in den Sinn. An verschiedener Stelle hatte ich immer schonmal Layouts und Auszüge gesehen, vor allem auf Social Media Kanälen. In erster Linie erregte es meine Aufmerksamkeit aufgrund der wirklich toll aussehenden Designs. Aber bevor ich hier jetzt zu sehr ins Schwärmen gerate, will ich euch erst einmal ganz kurz erklären, was ein Bullet Journal überhaupt ist. Denn es mag ja den ein oder anderen geben, der davon noch nie etwas gehört hat. Ich zitiere dazu einfach mal die Beschreibung, die der Erfinder des Bullet Journals – Ryder Carroll – dafür nutzt: “The analog method for the digital age that will help you track the past, order the present, and design your future.”
Grob übersetzt bedeutet es, dass dein Bullet Journal dir dabei hilft deine Vergangenheit nachzuvollziehen, deine Gegenwart zu ordnen und deine Zukunft zu gestalten.

Was ist ein Bullet Journal

Damit man versteht wie genau das funktionieren kann, gucken wir uns nun die Funktionsweise des Bullet Journals etwas genauer an. Im Grunde funktioniert es ein bisschen so wie das uralte Notizbuch oder Notizkalender. Viele von uns hatten zu Schulzeiten bestimmt auch die sogenannten Schülertimer. Das sind quasi die vorgefertigten Versionen des Bullet Journals. Jemand anders hatte sich hier über Layout, Design, Inhalt usw. gemacht. Das Bullet Journal hingegen entsteht erst durch euch selbst. Gestartet wird mit einem komplett leeren Buch, vollkommen egal was für eins. Natürlich gibt es mittlerweile auch hier Vorlagen, zum Beispiel mit gestrichelten, karierten, punktierten oder auch komplett blanken Seiten. Welche Variante ihr nutzen wollte, ist aber komplett euch selbst überlassen.

Wie ist das Bullet Journal aufgebaut

Auch beim Aufbau des Bullet Journals gibt es im Grunde kein Gesetz oder keine Struktur, die fest eingehalten werden muss. Grundsätzlich macht es natürlich Sinn vorne ein Inhaltsverzeichnis (oft Index genannt) zu haben, um schnell einen Überblick zu bekommen, wo du was wieder findest. Dieses füllt sich dann im Laufe der Zeit von selbst, analog der von dir neu hinzugefügten Abschnitte. Was du schlussendlich beim Bullet Journal führen tust und welche Reihenfolge dies hat, ist dabei auch komplett dir selbst überlassen. Ich zeige dir beispielhaft mal, wie es bei mir aussieht.
Ich nutze aktuell das Notizbuch von bulletjournal.com, erhältlich bei Amazon.

Dies hat ein vorgefertigtes Index- und Future Log-Layout. Der Future Log beinhaltet normalerweise eine Jahresübersicht mit all den wichtigen Dingen, die in den einzelnen Monaten anstehen. Ab hier geht es dann bei mir komplett Freestyle weiter.

Monthly Log, Weekly Log, Daily Log

Da Ryder Carroll selbst Amerikaner ist, ist die Bezeichnung der meisten Begriffe rund ums Bullet Journal entsprechend in englisch. Bei den oben genannten Logs handelt es sich um nichts anderes als Monats-, Wochen- und Tagesübersichten. Daher auch die Bezeichnung “Journal”. Das “Bullet” kommt von der Art Eintragungen. Egal ob Termine, Aufgaben, Notizen, Erinnerungen, Zitate oder sonst was, alles wird mit unterschiedlichen Symbolen gekennzeichnet. Ich füge beispielhaft mal ein Bild ein, das macht es klarer. Bullet Journal schreiben

Hier erkennt man gut, dass Aufgaben, Notizen und Termine mit unterschiedlichen Symbolen gekennzeichnet werden. Jeder kann sich natürlich auch selbst was überlegen, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Anhand der Symbole kann man alles mögliche in die einzelnen Logs eintragen, übertragen oder auch streichen.

Das Bullet Journal ist nie fertig

Neben den normalen Logs, die sich automatisch mit Fortschreiten des Jahres füllen werden, gibt es auch noch die sogenannten “Collections” oder “Spreads”. Diese kannst du zu allem möglichen anlegen. Der nächste Urlaub, die nächste Einkaufsliste, Ziele, Träume, Wünsche, Gewohnheiten, Schlafrhythmus, wie viel Wasser du getrunken hast und und und… da es sich um ein leeres Buch handelt, könnt ihr es befüllen mit was immer ihr wollt. Bei mir sind in letzter Zeit zum Beispiel eine Rezeptwelt und eine Renovierungsliste dazu gekommen. Daneben nutze ich mittlerweile mein Bullet Journal auch dazu, um die Funktionen aus den beiden Apps Daylio und Fabulous hierher zu übertragen. Zu den Apps findet ihr mehr hier: https://bastiansmotivationswerkstatt.de/im-test-daylio-und-fabulous/

Was es dir bringt ein Bullet Journal zu führen

Schlussendlich liegt es ganz an dir, wie du in dein Bullet Journal führst. Und je nach dem, was du rein schreibst, unterscheidet sich auch, was für einen Einfluss es auf dich und dein Leben hat. Mir hat es enorm dabei geholfen Termine zu ordnen, Aufgaben nicht zu vergessen und vor allem auch zu priorisieren. Außerdem kann ich viele größere Ziele bei der Entwicklung besser nachverfolgen und gleichzeitig viele, viele Informationen an ein und demselben Ort speichern. Und damit ist nicht mein Kopf gemeint, der wäre damit nämlich ehrlich gesagt überfordert.
Im Endeffekt kann ich nur jedem empfehlen, es selbst einfach auszuprobieren und drauf los zu schreiben. Einfach machen trifft es in diesem Fall sehr gut, aber das war Thema in einem anderen Beitrag.
Vielleicht lasst ihr mich ja mal an euren Erfahrungen teil haben oder vielleicht führt ihr auch schon länger ein Bullet Journal. Schreibt es einfach in die Kommentare 😉

Zum Abschluss noch das Einführungsbuch von Ryder Carroll in die Welt des Bullet Journals. Grade für Beginner ein Muss.

Im Test: Bullet Journal führen

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Ein Gedanke zu „Im Test: Bullet Journal führen

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