Zeit für Post Nummer eins im neuen Zuhause meines kleinen Blogs. Und ich habe mir hier ein Thema ausgesucht, das irgendwie passender nicht sein könnte. Es soll nämlich um das Thema “Dankbarkeit” gehen. Genauer gesagt darum, warum wir grundsätzlich nicht dankbarer und zufriedener mit den kleinen Dingen des Lebens sind.

Jeder von euch kennt es wahrscheinlich, Dankbarkeit zu empfinden gehört irgendwie nicht zu den typischen Gefühlen in unserem Alltag. Klar, für Hilfe, Unterstützung oder einen echt nützlichen Rat sind wir eigentlich immer dankbar, aber für Dinge wie die eigene Gesundheit, das Dach über dem Kopf oder ausreichend zu essen? Wenn wir ehrlich sind, sind wir dafür nicht wirklich dankbar, nein, viel eher ist es für uns alle irgendwie selbstverständlich.
Erst, wenn wir eins der Dinge missen mussten, nehmen wir wohl bewusster wahr, wie sehr es doch nicht selbstverständlich ist. Deshalb kann ich zum Beispiel die Reichen und Prominenten, deren Nachwuchs nicht gepudert und geschniegelt wird, gut leiden, denn sie versuchen zumindest den eigenen Kindern ein bisschen Demut, Bescheidenheit und den Antrieb selbst etwas zu erschaffen, mitzugeben. Natürlich ist hier die “Absprunghöhe” trotzdem eine ganz andere, aber es ist zumindest ein Ansatz.
So wird der Sohn von Jackie Chan zum Beispiel anscheinend nichts vom Vermögen seines Vaters erben. Oder die Kinder von Gordon Ramsay, die im Flugzeug nicht erster Klasse fliegen dürfen, da diese sich so etwas selbst erst erarbeiten müssten.

Bewusstsein für die kleinen Dinge schaffen

Was sind denn eigentlich die kleinen Dinge, von denen ich hier so salopp schreibe. Gesundheit, Dach über dem Kopf, genug zu essen sind ja jetzt nicht unbedingt so zu bezeichnen. Mit den kleinen Dingen meine ich zum Beispiel kleine Gesten, Zuvorkommenheit, oder ein Abend zusammen mit seiner Frau oder Kindern. Wie ich an anderer Stelle schon mal geschrieben habe, finde ich es erschreckend, wie Ich-fixiert wir in unserer heutigen Gesellschaft zu sein scheinen. Jemandem die Tür aufzuhalten, an der Kasse vorzulassen oder einfach nur mal Rücksicht auf den anderen zu nehmen hat sich irgendwie “aus der Mode” begeben. Der eigene Vorteil oder das eigene Interesse, egal mit welchen Mitteln oder unter welchen Umständen es zum Nachteil anderer erreicht wird, scheint selbst bei den kleinsten Dingen normal geworden zu sein.
Erst heute habe ich wieder beim Autofahren gedacht, dass in der Fahrschule mal sowas wie “rücksichtsvolles Fahren” gelehrt wurde. Und es ist erstaunlich, wie schnell das viele wieder vergessen zu haben scheinen. Wenn man heutzutage nicht für jeden anderen Autofahrer mitdenkt, würden vermutlich noch viel, viel mehr Unfälle passieren, als es ohnehin schon sind.

Einfach mal Dankbarkeit zeigen sein fürs morgens Aufwachen

Aber lassen wir das Thema Autofahren, sonst bekomm ich wieder Bluthochdruck und das ist auch in meinem Alter nicht gut hab ich mir sagen lassen 😉
Wie kann ich also selbst dankbarer werden und erstaunlicherweise geht damit meist auch einher, dass ich ruhiger, entspannter und weniger gestresst werde? Nun, allein morgens aufzuwachen ist für viele, viele Menschen auf dieser Welt nicht selbstverständlich, für uns hingegen ist es das aber normalerweise. Oder aber täglich zu wissen, dass die eigenen Liebsten ebenfalls aufwachen und gesund sind… das können viel mehr Prozent der Menschheit nicht von sich behaupten, als wir denken mögen. Nur für diese “Kleinigkeiten” dankbar zu sein setzt vieles andere im eigenen Leben verdammt in Relation. Sich noch über den doofen Nachbarn ärgern? Geschenkt. Sich aufregen über die schlechten Nachrichten im Fernsehen? Geschenkt. Wütend sein auf den Autofahrer, der einen geschnitten hat? Geschenkt.

Erfolgsjournal führen

Wie macht sich aber schlussendlich die kleinen Dinge auch bewusster? Ein Weg könnte das führen eines Erfolgsjournals sein. Jeden Abend drei kleine Dinge aufzuschreiben, für die man heute Dankbarkeit zeigt, führen auf lange Sicht meiner Meinung nach auch dazu, dass man glücklicher ist. Bei mir persönlich ist es mittlerweile sogar so, dass ich es gar nicht aufschreibe, sondern abends, bevor ich einschlafe, nochmal kurz den vergangenen Tag Revue passieren lasse und dabei drei Dinge aufzähle, für dich ich heute dankbar sein kann. Erstaunlicherweise schläft es sich danach viel, viel entspannter und zufriedener.
Ich kann es also nur empfehlen, egal wie und in welcher Form, ein Erfolgsjournal zu führen. Heute steht in meinem zum Beispiel, dass ich mit meinen eigenen Händen, trotzdem mir oft gesagt wurde ich sei handwerklich unbegabt, in der Lage bin etwas zu erschaffen:

Das ist unser Balkon und die Palettenmöbel, die ihr dort seht, sind selbstgebaut. Es fehlen nur noch die Sitzauflagen und schon ist es eine super gemütliche Lounge für laue Sommerabende im Sonnenuntergang =)

Abschließende Worte

Zusammenfassend lässt sich von meiner Seite also sagen, dass es am Anfang zwar ein wenig nachdenken und Hirnschmalz erfordert, damit einem wirklich tagtäglich drei Dinge einfallen, für die man dankbar ist, ohne sich dabei täglich zu wiederholen. Denn immer dafür Dankbarkeit zu zeigen, dass man aufgewacht, gesund und satt ist, wird auf die Dauer doch zu eintönig. Das Nachdenken und Gedanken machen lohnt sich in diesem Fall auf jeden Fall, denn schon nach ein paar Tagen fallen einem viel mehr Dinge ein, für die man dankbar sein kann, als nur drei. Ein voller Kühlschrank, eine liebende Partnerin, ein cooles neues paar Schuhe, dass ständig ausverkauft war, ein überragender bester Freund oder einfach nur eine nette Geste eines Mitmenschen, die Liste der Möglichkeiten an Dingen, für die man dankbar sein kann, kann unendlich lang sein. Probiert es einfach mal selbst aus und berichtet gerne davon.

Bis dahin =)

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How to: Dankbarkeit für die kleinen Dinge zeigen

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